Das Aufmaß für die Industriegüterverpackung zu nehmen, bedeutet das ein Spezialist ermittelt, wie welche Eigenschaften (Größe, Schwerpunkt, Sonderbauten, Holz) Kisten für eine vorgegebene Menge an Losteilen hat. Systemisch wird dieser Prozess mit dem Status „Aufmaß“ des Verpackungsauftrag festgehalten. auf „Aufmaß“ geändert wird und die zu verpackenden Teile zusammengestellt und die Kistenmaße für eine zu fertigende Kiste ermittelt werden.
Hierzu werden Spezialisten benötigt. Der Prozess wird durch X-SCS unterstützt, indem die zu verpackenden Losteile und WE-HUs, soweit bekannt, mit Maßen, Gewicht und Lagerplatz auf einer Liste bereitgestellt werden.
Ebenfalls dient dieser Prozess als Vorbereitung dazu sicherzustellen, dass die Soll-Verpackungsvorschriften im System nachgehalten werden.
Für die Bereitstellung der Aufmaßdaten für die Kistenfertigung und die weitere Arbeit mit dem X-SCS ist es notwendig Daten in verschiedenen Masken zu prüfen und ggf. zu ergänzen. Auf Basis dieser Daten erfolgt dann das Handling der Ware und die Möglichkeit Auswertungen zu definieren.
Die Pflege der Grunddaten in den Dimensionen erfolgt über die Schnittstelle. Für die Erfassung eines Wareneingangs sind diese bereits mit den Losteildaten verknüpft.
Merke: Je besser und detaillierter die Daten, desto besser die Auswertungen.
Für die Verpackung ist es notwendig, dass die Aufmaßnehmer eine Liste erhalten, auf der die Losteile oder HUs aufgelistet sind, um für einen Verpackungsauftrag eine Kiste aufzumessen. Hierzu bietet das X-SCS System die Möglichkeit einen Verpackungsauftrags-Report auszudrucken.
Das Anlegen eines Verpackungsauftrags erfolgt automatisch über die Schnittstelle gleichermaßen wie die Losteile. Änderungen durch der Sollzuordnung können durch Siemens Energy erfolgen.
Manuell können über die Funktion „Verpackungsauftrags-Zeilen“ die WE-HUs und/oder Losteile zum Verpackungsauftrag zuzuordnen.
Es besteht auch die Möglichkeit einen Verpackungsauftrag über das Losteil Modul und das Handling Unit Modul anzulegen. Hierzu werden die entsprechenden Handling Unit markiert und dann die Funktion „In Verpackungsauftrag anlegen“ aufgerufen. Beides führt zum gleichen Ergebnis.
Der Report „Aufmaßzettel“ kann über das Menü des Verpackungs-Auftrages aufgerufen werden, um den manuellen Prozess durch den Aufmaßnehmer zu unterstützen. Der Report enthält neben den Grundangaben des Verpackungsauftrages, alle zugeordneten Verpackungsauftrags-Zeilen, mit den Hinweisen auf den Lagerort und den im System vorhandenen Maßen.
Nach dem Drucken des Aufmaßzettels muss der Verpackungsauftrag in den Status „in Aufmaß“ gesetzt werden. Das Setzen des Status-Wertes triggert die Export Schnittstelle Richtung Shipping Tool und sperrt diese Sollverpackung, dies soll verhindern, dass in einen Verpackungsauftrag weitere Losteile oder HUs zugeordnet werden, obwohl der Aufmaßnehmer bereits das Aufmaß nimmt.
Nach dem Aufmaß sollen die Kisteninnenmaße in den Verpackungsauftrag eingetragen werden. Hier gilt, je Verpackungsauftrag eine Kiste. Ist das Ergebnis nach dem Aufmaß, dass die zum Verpackungsauftrag zugeordneten Verpackungszeilen in mehrere Kisten zu packen sind, muss dieses mit Siemens Energy geklärt werden und ggf. ein weiterer Verpackungsauftrag angelegt werden und die jeweiligen Zeilen zuzuordnen. Dies kann über die Kopierfunktion gemacht werden. Ohne, dass die Verpackungsvorschrift eingetragen ist, kann der Status nicht auf „BXNL gesendet“ gesetzt werden. Dies ist notwendig, um die Daten für die Konstruktion der Kiste zu übertragen.
Nach der Kistenkonstruktion in BoxCad wird die Kisten an X-SCS übertragen und steht mit allen Maßen und Eigenschaften unter Handling Unit zur Verfügung. Sie ist ebenfalls dem Verpackungsauftrag bereits zugeordnet. Dies ist Voraussetzung, dass beim Verpackungsscan eine Prüfung vorgenommen wird, ob ausschließlich die zum Verpackungsauftrag zugeordneten Losteile und HUs in die HU gepackt werden kann. Der Verpackungsauftrag bildet somit die Sollverpackung ab.
Weiterhin besteht auch die Möglichkeit die Serienkiste aus dem Bestand zu nehmen und über einen Wareneingangsscan die Kistendaten in X-SCS Verfügbar zu machen. So angelegte Kisten können einem Verpackungsauftrag über die Funktion „Weisen Sie Handling Unit zu“ und die Unterfunktion „Existierende zuordnen“ zugeordnet werden. In diesem Fall kann nach dem Zuordnen direkt der Status auf „POSuccess“ gesetzt werden. Da keine Übermittlung an BoxCad gewünscht und notwendig ist.
Bei der physischen Verpackung der Ware in die Kiste, müssen systemseitig die zu verpackende Ware und auch die gefertigte Kiste am selben Lagerort stehen.